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Autor
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Thema: Nochmal: Einstiegserfahrungen Solid Works (5590 mal gelesen)
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Rene Wolters Mitglied Dipl.-Ing. Masch.-bau

 Beiträge: 19 Registriert: 09.03.2001
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erstellt am: 27. Jul. 2001 21:31 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Hallo zusammen, ich muß nochmal etwas genauer nachfragen. Wie seit ihr bei der Einführung von SW von Euren Händlern auf die verschiedenen Arbeitsweisen, mittels derer man Teile und Baugruppen erstellen kann unterstützt worden. Wart ihr zufrieden? Wir befinden uns im Moment in unserer Firma in der Testphase, ob wir SW einführen sollen, oder beim Solid Designer bleiben sollen. Bei den bisherigen Gesprächen mit anderen Anwendern und sogar Supportern ist mir aufgefallen, daß die Möglichkeiten ( und natürlich auch die Schwierigkeiten ) bei der Anwendung von Referenzteilen und -baugruppen überhaupt nicht bekannt sind, weder den Anwendern, noch den Supportern. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Und wie haltet ihr es bei der Konstruktion. Erstellt ihr Teile, die nur ihre eigene Welt kennen und baut Baugruppen auf, indem ihr die Einzelteile aufeinander referenziert, oder arbeitet ihr nach der Philosophi, wie ich sie von Pro-E her kenne, daß Einzelteile über ein Referenzteil (Skelett) in die Baugruppe eingefügt werden, und somit jedes Einzelteil nur zum Referenzteil in Beziehung steht. Es interessiert mich wirklich brennend, wie ihr vorgeht, und auch, in welche Sackgassen man mit den verschiedenen Philosophien geraten kann. Gruß R.Wolters Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
ww Mitglied
 Beiträge: 2 Registriert: 27.07.2001
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erstellt am: 28. Jul. 2001 00:53 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Rene Wolters
Hallo Rene, Dein genaueres Nachfragen scheint mir absolut berechtigt. Wie wende ich so ein 3D optimal an. Learning by doing ist wohl angesagt. Eine gewisse Lernkurve ist wohl nicht zu umgehen bis die Bauteile und Baugruppen wie gewünscht aussehen. Das angesprochene Referenzieren hat wie alles seine Vor- und Nachteile. Wird nicht referenziert, Abhängigkeiten verteilt etc. so kann es sein, dass beim Aufbau einzelne Features geringfügig verschoben werden, was sich bei der Zeichnungsableitung mit "ungeraden" Massen resp. Flickarbeit rächt. Wird zuviel referenziert, Abhängigkeiten verteilt, so werden die Bauteile bei Änderungen unflexibel etc. Das richtige Mass ist angesagt und das braucht wohl etwas Erfahrung. Bei Baugruppen stehen die Einzelteil nur zum Referenzteil in Beziehung. Dabei muss aber dem Beibehalten des Dateipfades grosse Beachtung geschenkt werden. Die meisten Systeme bieten neben den üblichen Grundfunktionen z.T. geniale Zusatzfunktionen an (SW->Konfigurationen INVENTOR->I-Part,Adaptivität, Abgeleitete Bauteile etc.) deren Einsatz für den jeweiligen Anwendungsfall (ev. Fremdsoftware verhindert deren Verwendung) aber gut abgecheckt und organisiert werden sollte. Als Anwender ist man oft über die Auswirkungen dieser Funktionen auf andere Baugruppen ge-(über)fordert speziell im Netzverbund mit mehreren Anwendern. Schöne Quader und Zylinder für Einzelteile (wie auf den Messen üblich)gehen allemal flott. So richtig ab geht die Post, wenn es sich um komplizierte Baugruppen (Abhängigkeiten) oder um Zeichnungsableitungen (Modell-Aenderungen) handelt. Der anfängliche Zeitvorteil kann im Extremfall durch aufwendige Fehlersuche locker in Überzeit enden. (Man sehnt sich dann wieder zurück an die 2D-Zeit z.B ME10) Meiner Ansicht nach stellen sich diese Probleme beinahe unabhängig der 3D-Systemwahl. Systematik und noch exakteres Vorgehen als beim 2D sind gefragt, damit kein Frust entsteht. Trotzdem wirst du mit SOLID-WORKS (INVENTOR noch etwas jung aber absolut zukunftsträchtig) zurzeit wohl ein äusserst anwendungsfreundliches und ausgereiftes Produkt erstehen. Viel Spass
------------------ ww Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Baltenweck Mitglied Konstrukteur
 
 Beiträge: 170 Registriert: 13.03.2001 Früher brauche man 3 Comodore, um zum Mond zu fliegen - heute braucht man 1 Ghz um Windows zu starten...
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erstellt am: 30. Jul. 2001 06:49 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Rene Wolters
Hallo Rene, bei SWX kann man zwar mit Bauguppenreferenzen arbeiten, bei zunehmender Größe der Baugruppe ist dies allerdings für die Performance gar nicht gut. In meiner aller ersten Baugruppe waren so ziehmlich alle Einzelteie (Bohrungen, Kontur...)auf andere referenziert. Der Wiederaufbau der Baugruppe wenn z.B.: nur eine Bohrung geändert wurde dauerte dann 3 Minuten. Ich musste dann sämtliche Referenzen wieder brechen und bei den Einzelteilen die Skizzen mit absoluten Massen versehen. Gruss Patrick Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
wago Mitglied Konstrukteur
  
 Beiträge: 523 Registriert: 07.12.2000
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erstellt am: 30. Jul. 2001 07:40 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Rene Wolters
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Theo Mitglied Konstrukteur

 Beiträge: 33 Registriert: 15.11.2000
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erstellt am: 30. Jul. 2001 16:42 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Rene Wolters
Hallo Rene, wir sind jetzt 1 Jahr mit SWX  aktiv. So langsam zeichnet sich eine Line ab. Und die lautet, wie so oft: Es kommt darauf an... Beispiel 1: Einzelteile die in unseren Produkten verbaut sind werden generell ohne Referenten erzeugt. Abweichende Zustände dieser Teile weden nach Möglichkeit mit Konfigurationen erledigt. Ziel ist also, nur ein 3-D Modell für ein existierendes Teil. Dafür aber ein unabhängiges. Beispiel 2: Ein Stanzwerklzeug. Hier referenzieren möglichst alle Bauteile des Werkzeugs auf das zu fertigende Teil. Also Streifenbild auf Teil, Schneidplatte auf Stereifenbild, Führungsplatte auf Schneidplatte usw. Was bleibt ist ausprobieren, hinterfragen, verbessern usw. Vom Reseller kommt da meist wenig. Wenn ich mit Konstruktionen aufrufe, die am Anfang gemacht wurden. Oh Grauss! Der Überblick kommt erst mit der Zeit. Und ich glaube, selbst wenn es jemand versucht hätte zu erklären - wir hätten es nicht verstanden. Ach ja, den Überblick liefert uns ein EDM-System (ProfiDB). Ich kann also nicht sagen, wie man das ohne händelt. Einführung EDM ist eine harte Nuß zusätzlich. Gruß Theo Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Peter Stöckl Mitglied Personalbereitstellung

 Beiträge: 34 Registriert: 08.05.2001
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erstellt am: 30. Jul. 2001 18:22 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Rene Wolters
Hallo Rene! Lasst mal einen Österreicher was dazu beitragen!! ;-) Ich will hier nur mal die Frage aufwerfen ob du in deiner Testphase auch wirklich objektiv vergleichst? Es gibt da so ein System das sich Solid Edge nennt, und die die es entwickeln haben sich mal sehr stark mit solchen Referenzierungen beschäftigt... Es gibt in sehr vielen Systemen schnelle Möglichkeiten mal schnell eine Ausprägung bis zum nächsten Teil in der Baugruppe zu extrudieren, oder eine Flanschfläche von einem Teil auf das nächste einzubeziehen, aber wie und welche der Teile wirklich untereinander verknüpft sind nachher noch nachzuvollziehen ist überall ein Problem. In Solid Edge hast du z.B. eine fertige Baugruppe vor dir und dein Kollege hat daran einige dieser kleinen Tools (bei uns Inter-Part-Kopie genannt) eingebaut. So, jetzt musst du was ändern! Wo? Wie? ---> Schau in den Inter-Part-Manager! Der sagt dir genau (Baumstruktur)welches Teil mit welchem Teil auf welche Weise verknüpft ist! Auch wenn maßlich Variablen untereinander zusammenspielen wird dies dort documentiert. Wenn du weiter gehn möchtest und die Position der Datei (Pfad/Server oder Local...) sehn möchtest gibt es den Revisions Manager der dir bei diesen Dingen hilft, und dich auch unterstützen würde falls du die Baugruppe "woanders hin" haben möchtest....sprich kopieren, mit den ganzen komplexen Verknüpfungen. Diese Tools werden sehr oft eingesetzt, und leisten unseren Usern gute Dienste. Abgesehn davon hat Solid Edge auch andere Qualitäten die ich hier nicht näher beschreiben muß.... lies mal das :http://www.cad.de/foren/ubb/Forum3/HTML/000045.shtml So viel zu CAD-Auswahlverfahren und Referenzteilkonstruktionen! Mit freundlichen Grüßen
Peter Stöckl ACAM Systemautomation GmbH www.acam.at ------------------ Peter Stöckl ACAM Systemautomation GmbH www.acam.at Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Rene Wolters Mitglied Dipl.-Ing. Masch.-bau

 Beiträge: 19 Registriert: 09.03.2001
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erstellt am: 31. Jul. 2001 07:52 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Hallo zusammen, Danke für Eure Antworten. Ich sehe, es gibt wie immer keinen Königsweg zur Lösung des Problems. Allerdings hat keiner von Euch etwas zur Unterstützung durch den jeweiligen Händler und dessen Erfahrungen gesagt. Ich bin mittlerweile nämlich zu dem Schluß gekommen, daß für ein Effektives Arbeiten mit der Referenzierung eine Pro-E Schulung genau das richtige wäre. Denn die Vorgehensweise des Referenzierens über ein Referenzteil (Skelett) hab ich bei Pro-E kennengelernt, und bisher habe ich wie schon erwähnt den Eindruck, daß diese Methode von SW-Vertreibern und Supportern überhaupt nicht beherrscht oder vermittelt wird. Gruß
René Wow, es geht ja auch mit Accent (é) ;-)
[Diese Nachricht wurde von Rene Wolters am 31. Juli 2001 editiert.] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Johannes Anacker Mitglied Leiter Produktmarketing
   
 Beiträge: 1046 Registriert: 18.05.2000 SOLIDWORKS 2016 Premium mit allen SWX-Addons mit Windows 7 auf DELL Precision M6600
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erstellt am: 31. Jul. 2001 09:03 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Rene Wolters
Hallo Leute, @Peter Stöckl: in SWX  werden nach Auswählen z.B. zweier Teile die Verknüpfungen untereinander angezeigt, ich sehe also auch in SWX  welches Teil mit welchem wie referenziert ist. Um Teile von Baugruppen zu kopieren, umzubenennen oder zu ersetzen existiert der SWX  -Explorer (als kleine Hilfe). @René: selbstverständlich bekommt man das Wissen für die Abhängigkeiten in Baugruppen und die sogenannten "Eltern/Kind-Beziehungen" nicht im Schlaf mit. Dafür gibt es Kurse, die sich mit verschiedenen Problematiken (z.B. Baugruppen) beschäftigen. Die Grundlagen von SWX  (Abhängigkeiten im Einzelteil) sollte man aber schon kapiert haben. Ein Blick in die Handbücher oder pdf´s ist auch nützlich, da dort alles vom Urschleim an erklärt wird. Pro/E-Schulung, ei wenn´s was bringt. So weit, ------------------ Johannes Anacker Sales Support SolidLine AG http://www.solidline.de Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Beere Mitglied Dipl.-Ing. Maschinenbau
   
 Beiträge: 1437 Registriert: 31.07.2001 Pro/E 2001 Wildfire 2 SWX 2013 HP Z400; 4GB
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erstellt am: 01. Aug. 2001 00:20 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Rene Wolters
Moin, Moin Rene. Wie Du schon sagtest:"Einen Königsweg gibt es nicht" Nur soviel: Unterlass am Anfang wilde Referenzierungs- Muster- und Spiegelorgien (auch wenn es tierisch Spass macht). Es ist wie in einer glücklichen Familie mit Eltern und Kindern: Als Babys sind Sie noch süß....dann kommen Sie in die Pupertät und da kracht es meist gewaltig.....später weiß man miteinander umzugehen und alles läuft harmonisch. Viel Spaß in der pupertären Phase! Gruß Beere PS: ProE und Catia zeigen im übrigen die gleichen Symtome. Da hilft auch keine noch so gute Schulung. Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
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