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Thema: Was kann ein HighEnd-System besser, als ein LowCost-System??? (3423 mal gelesen)
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Herrmann Mitglied
 
 Beiträge: 302 Registriert: 13.03.2002
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erstellt am: 20. Aug. 2002 21:28 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Habe gerade etwas in den anderen Foren gestöbert. Dabei stieß ich auf folgende Aussage über HighEnd und LowCost-Systeme: HighEnd: CATIA V5,Pro/Engineer, Unigraphigs, Ideas LowCost: SolidWorks, SolidEdge, Inventor Meine Frage: Was kann ein HighEnd-System besser, als ein LowCost-System??? SWX als LowCost-System zu bezeichnen, klingt etwas nach billigem Jakob. HighEnd-System suggeriert automatisch mehr Qualität. Ich wüsste nicht, was mir andere Systeme noch zusätzlich bieten könnten, was die entsprechenden Preisunterschiede rechtfertigen würde. Ich lasse mich jedoch gerne eines Besseren belehren Grüße Herrmann Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Andreas Müller Mitglied Masch. Ing. HTL / Betriebsing. STV
   
 Beiträge: 1151 Registriert: 11.04.2001
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erstellt am: 21. Aug. 2002 00:53 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Herrmann
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Dipl.Ing.T.Stüker Mitglied Dipl.Ing. / Konstrukteur Automotive
 
 Beiträge: 285 Registriert: 26.01.2002 Shark Pro Varicad CondaCam Autodesk Fusion Autodesk Inventor Catia V4 / V5 Creo Parametrics
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erstellt am: 21. Aug. 2002 01:18 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Herrmann
Noch´n bisschen mehr, denn der Umgang mit eingehenden Daten ist nicht immer ganz einfach in SWX  . Hier muss die Solid-Topologie geschlossen sein, sonst "AUGE". Und Ausformungen like Catia, Pro/E, UG oder andere´n ist aufgrund der fehlenden Basis-Flächenfunktionen nicht möglich (ich rede nicht von exzessiven Freeform-Erweiterungen). Hier ist SWX  einfach nicht der Hammer. Im 2D Drafting ist SWX  nicht mit High-Ends wie Catia zu vergleichen. Hier gibt es einfach zu wenig Spielraum. Auch das ist etwas, was die besser können. Und noch etwas: der Preisunterschied relativiert sich, wenn man aufgrund der Kundensituation das System braucht, gelle? Aber mal ganz klar: mit SWX  kann man arbeiten. Wenn man Flächen braucht: einfach Rhino3d zukaufen und dann modellieren. Mit dem Import-Plugin die Rhino-Daten laden und los geht´s. Einfach, schnell, wirkungsvoll. ------------------ Dipl.Ing. Thorsten Stüker Niedernfeldweg 1d 32758 Detmold t.stueker@cad.de tel 05231 / 961084 fax 05231 / 961869 Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
StefanBerlitz Guter-Geist-Moderator IT Admin (CAx)

 Beiträge: 8756 Registriert: 02.03.2000 SunZu sagt: Analysiere die Vorteile, die du aus meinem Ratschlag ziehst. Dann gliedere deine Kräfte entsprechend und mache dir außergewöhnliche Taktiken zunutze.
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erstellt am: 21. Aug. 2002 08:25 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Herrmann
Hallo Herrmann, eine vollkommen subjektive Meinung: die Unterschiede zwischen Low-Cost, Mid-Range, High-End sind für mich heute nur noch Marketing-(Geschwätz hätt ich jetzt beinahe gesagt)Aussagen, wobei die Grenzen nicht nur fließend sind, sondern teilweise sogar von denselben Leuten durcheinander gebraucht werden, je nachdem wie es gerade passt. Üblicherweise meint High-End System (ich interpretiere das jetzt mal boshaft als Ende der Fahnenstange) ein ehemals von der Unix-Seite her kommendes, umfangreiches und meist monolithisch aufgebautes System, mit dem alle möglichen und unmöglichen Aufgaben in Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und vielleicht sogar Projektierung durchgeführt werden können (wenn man alle 157 Module dazu kauft). Vorteil ist üblicherweise, dass alles aus einer Hand kommt und mehr oder weniger erfolgreich miteinander spielt. Der Nachteil ist, das eben alles aus einer Hand kommt und meist sehr teuer ist (da vielfach mit diesem Zauberwort High-End auch gleich hohe Lizenzgebühren fällig werden). SolidWorks und seine Wettbewerber werden von den High-Ends gerne als Low-Cost (oder noch schlimmer Low-Budget) eingestuft, was genau das suggerieren soll, "also wenn ihr euch nicht mal ein vernünftiges CAD-System leisten könnt ...". Der Schuss ist aber doch ziemlich nach hinten losgegangen, Low-Cost wird heute immer mehr mit "klein und fein aber preiswert" gleichgesetzt, immer mehr Verantwortliche erkennen, dass man nicht 60-70% Funktionalität brachliegen lassen muss Die Low-Cost-Systeme haben üblicherweise die Funktionalität, um genau die Aufgabe zu erledigen, für die sie gedacht sind, und das zu einem angemesenen (meist niedrigen) Preis. Kein zusätzlicher Schnickschnack, meist keine supportetes Zusatzumfeld. Um so erstaunlicher finde ich persönlich, dass die Produkte, die urspünglich als Low-Cost "eingeschätzt" wurden, sich selbst lieber im Mid-Range (also nicht Fisch und nicht Fleisch) angesiedelt sehen. Mag am Image des "Billigen" liegen, mag daran liegen, dass man lieber "High-End" sein möchte und es ist auch nicht auszuschließen, das tatsächlich viele Kunden (gerade die, die erst jetzt mit 3D anfangen) auf so etwas abfahren. Mid-Range werden meist die Produkte bezeichnet, die Funktionalität für die meisten Lebenslagen mit sich bringen (also ca. 80-90% der anfallenden Aufgaben, auch wenn die letzten 30% davon nur von einem Bruchteil der Kunden eingesetzt werden) und die meistens zusätzliche Funktionalität bieten, die im Umfeld der Aufgabenstellung notwendig oder gewünscht sind (wie Verwaltungstools, Normteilepakete, Animation und Fotorendering etc). Dieser Bereich an Produkten hat meist ein sehr weites und gut unterstütztes Zusatz-Umfeld, sowohl was die Tools, als auch den Support angeht. Fazit für mich: es geht eben nichts über die eigenen Gedanken, was Anforderungen, KO-, Muss-, Soll-, Kann- und Wäre-Schön-Kriterien angeht und das Ganze dann in Relation zum Aufwand (aber bitte die internen mit berücksichtigen!) und zum Preis setzen. Wer sich dabei von Wörter, die eher schwammig und Marketing-getrieben sind beeindrucken läßt ... nun gut, dann haben diese Bezeichnungen ja ihre Berechtigung. Ciao, Stefan ------------------ Inoffizielle deutsche SolidWorks Hilfeseite http://solidworks.cad.de
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Herrmann Mitglied
 
 Beiträge: 302 Registriert: 13.03.2002
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erstellt am: 21. Aug. 2002 09:53 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Hallo Stefan, "Marketing-Geschwätz" trifft den Nagel auf den Kopf! Treffender kann man die Situation auch nicht beschreiben. Danke, danke, danke, danke....Stefan. (100% Übereinstimmung mit deiner kompletten Beschreibung!) Wir sind ein großer Mittelständler und werden in der Endausbaustufe über 100 SWX -Arbeitsplätze haben. Wir brauchen keine Freiformflächen. Uns ist es egal, wenn vielleicht einmal im Monat eine Bemaßung auf der Zeichnung vorkommt, die etwas merkwürdig aussieht. Wir brauchen Konstruktionsfunktionalität und Modelle, die in der Prozeßkette keine Probleme bereiten (z.B.CAM). Für unsere Anwendung ist SWX "HighEnd". Alles andere ist Palaver und Erbsenzählerei. Wir brauchen keinen Ballast, bzw. Funktionalitätsüberschuß den wir nicht benötigen, aber teuer bezahlen müssen. Mir fehlt in diesen unendlichen Funktionalitätsdiskussionen manchmal der Sinn für die Realität, bzw. für die reelen Abläufe "an der Front". Gruß Herrmann
[Diese Nachricht wurde von Herrmann am 21. August 2002 editiert.] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
JohannB Mitglied Ingenieur

 Beiträge: 42 Registriert: 06.05.2002 Notebook Dell M90 Intel T7500 2,36GHz 4 GB Nvidia Quadro FX 2400M SWX 2008 SP3.1
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erstellt am: 21. Aug. 2002 12:27 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Herrmann
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Michael Hartung Mitglied Feinmechaniker / Techniker Maschinenbau
 
 Beiträge: 219 Registriert: 25.01.2001 HP Z4/G4 . Intel(R) Core(TM) i9-10900X CPU /32GB Speicher/ Nvidia Quadro RTX4000 512GB SSD / Win11 Prof.23H2 64bit aktuell Swx 2023 SP4 CamWorks Prof.2023 SP5 Alle Swx Versionen seit SolidWorks 96Plus mal probiert.
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erstellt am: 21. Aug. 2002 18:06 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Herrmann
Ich schließe mich der Meinung meiner Vorredner an und möchte doch ergänzen das viele Ihre High-End Software hauptsächlich nutzen um Kundendaten lesen zu können, doch "arbeiten" Sie ungern damit.(z.B. Catia in der Kfz-Branche).Eigene Konstruktion werden oft auf "einfacheren" CAD Systemen gemacht.(Weil einfacher zu Verstehen?/ Bedienen! )Komplexe Flächen (sollte ich Sie beim Maschinenbau brauchen)erstelle ich mit einem einfachen Flächenprogramm wie Surfcam. Michael
Anvil5000 Surfcam SolidWorks
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