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Autor
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Thema: Ist SD geeignet? (4287 mal gelesen)
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Jenkins Mitglied Dipl. Masch. Ing. HTL

 Beiträge: 19 Registriert: 23.09.2001
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erstellt am: 25. Sep. 2001 21:10 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Hallo, Ich bin an der Evaluation für ein 3-D System. In die engere Auswahl habe ich den SolidDesigner und SolidWorks genommen. Unser Profil: - Wir arbeiten seit 13 Jahren mit ME10 auf UNIX - Wir haben 2 Konstrukteure, wobei einer gegen die Pensionierung geht und sich nicht viel Neues am PC zutraut. - Wir sind im Maschinenbau tätig und bearbeiten wir vorwiegend Blechteile. Momentan befinde ich mich in der Testphase mit einer SD- und einer SWX -30Tage-Testversion. Der SWX hat jedoch bezüglich Einfachheit und tollem Tutorial die Nase ein wenig voran... Ich benutze dieses Forum (ich habe momentan unter SWX ebenfalls einen Thread am Laufen) um von den Praxis-Leuten ihre Erfahrungen zu sammeln. Also mal ein paar konkrete Fragen: - Hat jemand von euch ebenfalls in obengenannter Konstellation SD und SWX evaluiert? - Was waren die Entscheidungskriterien für den SD? Es ist mir klar das beide Programme ihre Berechtigung haben. Ich bin ja schliesslich nur auf der Suche nach dem 'für uns am besten geeigneten' System. Soweit wie ich bisher in der Evaluation bin, hätte ich gerne einen Mix aus SD und SWX ... die Unabhängigkeit der Historie (SD) und die Einfachheit der Anwendung (SWX ). Vielleicht sollten sich die beiden Firmen zusammenlegen :-)))) Ich bin gespannt über eure Antworten. Viele Grüss Jenkins Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Juergen Schmidetzki Mitglied Administrator keytech-PLM
 
 Beiträge: 292 Registriert: 06.11.2000 PLM: keytech 13 CAD: Solidworks 2016 PADS
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erstellt am: 26. Sep. 2001 07:01 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Jenkins
Hallo Jenkins, hier nur ein kurzer Hinweis: dieses Thema ist sowohl hier auf CAD.de als auch im SolidDesigner-Forum in me10.de ziemlich ausfuehrlich besprochen. Auf cad.de siehe Beitraege zu "Vergleich mit historienbasierten Systemen" vom 19.September (also wirklich noch nicht alt). Auf me10.de siehe Beitraege zu "SolidWorks?" vom 16.Juli. Viele Gruesse Juergen Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Gero Adrian Mitglied MBA, Dipl.Ing.
  
 Beiträge: 533 Registriert: 13.12.2000 Ihr Berater Klietsch Partner
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erstellt am: 26. Sep. 2001 09:05 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Jenkins
Hallo Jenkins, Du hast wahrscheinlich von einigen SWX - lastigen schon gehört, daß dieses System die optimale Ergänzung zu Eurem me10 sei. Nach einer erfolgreichen Einführungsphase, in der beide Systeme parallel laufen, kann man dann das 2D abschalten. Leider zeigt die Praxis, das dies falsch ist. Wenn man im me10 fit ist, fällt der Umstieg auf SolidDesigner sehr leicht, da teilweise die Namenskonventionen der Befehle gleich lauten. Auch die Teilestruktur und das Handling dieser ist "gleich". Diese gleichlautende Bedienungsergonomie zieht sich auch weiter bis zum Annotation, dem 2D Modul des SolidD. Hier zeigt die Praxis, das es sehr lange (mit einer gewissen Disziplin) möglich ist 2D/3D System und reines 2D- System nebeneinander existieren zu lassen. Die Daten sind ja im *.mi Format! Das Basisblechtool von SWX ist für einfachere Aufgaben nicht schlecht auf jeden Fall besser als die Basisblechfunktionalität des SolidDesigners, dafür gibt es ja den SheetAdvisor. Der hat aber gerade in den letzten 2 Jahren sehr gewonnen. Gerade was Freisparungsmöglichkeiten, Laschenformen etc. anbelangt, ist er IMHO eines der flexibelsten Systeme am Markt. Weiterhin ist er hinsichtlich der Anpassbarkeit an die Belange der Fertigung wirklich sehr gut, wenn Ihr z.B. Trumpf Maschinen nutzt, könnt Ihr Eure Fertigungsdatenbank der Laser- oder Biegemaschinen direkt in den SheetAdvisor einladen und mit diesen Technologiedaten arbeiten. JAJa ich weiß, für SolidWorks gibt es SPI. Auch nicht schlecht, muß aber gerade bei dieser direkten Anpassbarkeit Federn lassen. Man darf hier nicht aus dem Auge verlieren, daß sich bei dieser Lösung irgendwann die Schnittstellen und Hersteller häufen - me10 zu SWX , Solidworks, SPI, wer ist für welchen Fehler bei einem Update verantwortlich?? Ich hab' da leider ganz schlechte Erfahrung. Wenn Du noch weitere Fragen hast, gerne per mail Gero P.S. Ganz gemeines Argument: Warum haben der große deutsche Blechmaschinenhersteller und ein ebenso bedeutender Schweizer mit dem selben Schwerpunkt SolidDesigner??
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Stolpmann Mitglied selbständige Konstrukteurin

 Beiträge: 59 Registriert: 22.02.2001
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erstellt am: 27. Sep. 2001 09:33 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Jenkins
Hallo, als selbständige Ingenieurin arbeite ich auf SolidDesigner mit SheetAdvisor (Blechmodul) und habe früher auch auf SolidWorks gearbeitet, habe also den direkten Vergleich. Hier nur ein paar Anmerkungen zu den beiden Systemen: SolidWorks: - einfach zu erlernen - solange man nicht zu komplexe Teile oder zu große Baugruppen hat, durchaus ausreichende Funktionalität - hat (wie jedes parametrische System) seine starken Seiten bei der Erstellung vieler ähnlicher Teile (kann man einfach über eine Exeltabelle definieren) - Änderungen sehr weit oben im Historienbaum sind u.U. nicht so einfach durchführbar. - Teile, die ein Kollege erstellt hat, ändert man nicht so einfach, man muß sich erst damit befassen, wie er das Teil aufgebaut hat (genauso bei Teilen, die man selber vor ein paar Monaten/Jahren erstellt hat) - Teile, die man z.B. von einem Kunden bekommen hat, und die auf einem anderen CAD-System aufgebaut worden sind, sind nicht so einfach änderbar - ein Einzelteil hat keinen def. Platz im absoluten Koordinatensystem. Um eine Baugruppe zu erstellen, muß ich Bezüge zwischen den Teilen erstellen. Wenn ich jetzt aber zwei große Baugruppen habe und ich möchte zu der einen Baugruppe nur ein einzelnes Teil der anderen Baugruppe hinzuladen, ist dieses Teil nicht am richtigen Platz. SolidDesigner - auch relativ einfach erlernbar - falls man Parametrik bräuchte, gibt´s hierfür ein Zusatzmodul - auch sehr komplexe Teile und große Baugruppen sind noch gut handlebar - man brauch nicht wissen, wie ein Teil ursprünglich mal erstellt worden ist, also ist es auch kein Problem ein Teil, dass ein Kollege erstellt hat, zu ändern. - auch Teile, die aus einem anderen CAD-System eingelesen wurden, können ohne Probleme geändert werden, als ob es ein SD-Teil wäre. - Jedes Teil hat seinen def. Platz im absoluten Koordinatensystem. Es ist also kein Problem, Teile zu einer Baugruppe hinzuzuladen um z.B. eine Kollisionsbetrachtung zu machen. Der SheetAdvisor vom SD ist wirklich sehr gut und läßt keine Wünsche offen (zumindestens bei Stanz-/Biegeteilen), das Blechmodul von SPI für SolidWorks kenn ich leider nicht. Ich persönlich finde den SD besser als SolidWorks. Das kommt natürlich auch darauf an, was man damit konstruieren möchte. Wenn man viele ähnliche Teile hat, dann ist wahrscheinlich SolidWorks besser geeignet. bei weiteren Fragen, darfst Du mich auch gerne anmailen, Dagmar Stolpmann ------------------ Stolpmann Konstruktion Auftragsentwicklungen Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Hartmuth Mitglied CAD-Support
   
 Beiträge: 1241 Registriert: 07.04.2001
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erstellt am: 27. Sep. 2001 22:41 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Jenkins
Hallo Jenkins, Ich finde Stolpmann hat die Problematik schon sehr gut auf den Punkt gebracht. Noch ein paar Ergänzungen dazu: SWX ist leicht zu erlernen solange es um die reine Funktionalität geht. Anders sieht es aus wenn man die vernünftig strukturierte Arbeitsweise mit einbezieht die für ordenliche Ergebnisse mit SWX erforderlich ist. Der Lernaufwand dafür ist in der Evaluationsfase nur schwer absehbar. Je größer die Baugruppen werden desto mehr muß man auf die richtige Vorgehensweise achten um sich nicht schon bei kleinen Änderungen in ein Eck zu manövrien, aus dem man nicht mehr heraus kommt. SolidDesigner scheint am Anfang komplizierter, die Benutzerführung ist für mich bis dato noch nicht so gelungen wie bei SWX . Nach relativ kurzer Zeit hat man aber vor allem als ME10-Anwender die Funktionen intus. Ab diesen Zeitpunkt tut man sich wesentlich leichter als bei SWX . Die Arbeitsweise ist nur von der zu erzeugenden Geometrie abhänging, um Beziehungen der Elemente zueinander muß man sich kaum gedanken machen. Wenn mann als ein Ergebnis der Arbeit auch eine kundenspezifische 2D-Zeichnung oder gar 2D-Geometrien zur Weiterverarbeitung braucht (z.B. Drahtschneid- oder Brennschneidgeometrien) ist man mit SD sicher auch besser bedient weil mit Annotation schon deutlich mehr Möglichkeiten der Zeichnungsbeeinflussung bietet und weil das 2D-Datei-Format mit dem von ME10 kompatibel ist. Man kann damit seine Zeichnugen bei Bedarf auch mit ME10 weiter vervollständigen (z.B. Positionierung oder Koordinatentabellen per Makro). Trotzdem bleibt die Verbindung zum 3D-Modell erhalten und bei Änderungen kann die Zng. via Anotation aktualisiert werden. Soll heisen den älteren Konstrukteur würde die Arbeit warscheinlich auch nicht ausgehen wenn er noch einige Zeit mit ME10 weiterarbeitet. Die Möglichkeiten zu Zusammenarbeit sind im SD deutlich besser, weil mann 1; nicht umbedingt wissen muß wie der Kollege arbeitet um seine Arbeit fortführen zu können und weil 2; SolidDesigner mit seinen mit gelieferten Verwaltungswerkzeug Designmanagement expliziete Möglichkeiten bietet zu mehreren an einer Baugruppe zu arbeiten ohne sich in die Quere zu kommen. Auch ohne DesignManagement ist es gut möglich zu mehreren an einer Baugruppe zu arbeiten wenn man nicht zu weit auseinander sitzt. Überhaupt ist das Dateihandling bei SD deutlich einfacher als bei SWX weil man außer der Möglichkeit für jedes Einzelteil eine eigene Datei zu erzeugen, zusätzlich auch Pakete und Büdel zu speichern, was z.B. den Datenaustausch oder die Erstellung von Sicherungskopien deutlich vereinfacht. Über die Situation mit importierten Modellen ist an anderer Stelle schon genügend berichtet worden. Muß man auch Modelle exportieren mit denen ein Kunde noch etwas Anfangen soll, ist es mit der Qualität bei SWX auch nicht unbedingt zu Besten bestellt. Was SD betrifft, gibt es auf Grund hoher interener Rechengenauigkeit kaum Probleme. Die SWX -Lizenzierung ist meines Wissens nach immer noch Nodelocked. Was heist das man jedes benötigte Zusatztool für jeden Arbeitsplatz kaufen muß, während bei SD zumindest die nicht so häufig benötigten Module bei Bedarf weitergreicht werden können (Floating). Zuetzt noch ein nicht zu unterschätzender Vorteil des Sheetadvisors gebenüber entsprechenden SWX -Modulen ist die anpassbare Technologie-Datenbank. Soll heisen man hat hier die Möglichkeit firmeninterne oder kundenspezifische Parameter zu Blechverarbeitung einzupflegen und damit die Ergebnisse der verschiedenen Bearbeitungsfunktionen an die verwendeten Maschinen anzupassen. Grüsse Hartmuth Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
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